FSJ und BFD von A-Z

 

Alter

Das FSJ eignet sich für alle, die ihre Vollschulpflicht erfüllt und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Den Bundesfreiwilligendienst (BFD) können Männer und Frauen jeden Alters absolvieren. Sie müssen nur ihre Vollschulpflicht erfüllt haben.

Arbeitszeit

Die Arbeitszeit richtet sich nach der Regelarbeitszeit einer Vollzeittätigkeit in der Einsatzstelle. Manche Einsatzstellen erfordern Wochenend-, Nacht- oder Spätdienste.
Freiwillige über 27 Jahren können am BFD auch in Teilzeit ab 20 Stunden teilnehmen.

Ausbildungsplatz

Das Freiwillige Soziale Jahr und der BFD gelten nicht als Ausbildung. Die Dienste können aber die Bewerbungschancen erheblich verbessern. Oftmals werden sie auch als Vorpraktikum anerkannt und bei der Studienplatzvergabe vorteilhaft berücksichtigt.

Arbeitslosengeld II

Arbeitslosengeld II-Empfänger (auch bekannt als Hartz IV) können grundsätzlich am BFD und FSJ teilnehmen. Während eines Freiwilligendiensts sind ALG II-Bezieher nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.
Anders als bei Einnahmen aus einer normalen Erwerbstätigkeit wird das Taschengeld für die freiwillige Tätigkeit nur zum Teil auf den Regelsatz angerechnet, d. h. 200€ des Entgeldes werden nicht mit den ALG-II-Leistungen verrechnet (vgl. dazu § 11b des Zweiten Sozialgesetzbuchs (SGB II)).
Darüber hinaus kann ein volljähriger ALG II-Empfänger einen Beitrag von monatlich 30€ als Beitrag zur privaten Versicherung absetzen.

Beginn

Ein Freiwilligendienst beim DRK kann prinzipiell das ganze Jahr über jederzeit begonnen werden jederzeit begonnen werden. In der Regel starten die Freiwilligendienste jedoch immer am 1. September eines Jahres.

Bewerbung

Interessierte können sich jederzeit online beim Badischen Roten Kreuz für einen Freiwilligendienst bewerben. Einen Bewerbungsschluss gibt es nicht.
Fülle dazu zunächst das Online-Formular aus. In einem weiteren Schritt wird ein Bildungsreferent mit didir Kontakt aufnehmen und alle weiteren Schritte klären. Über mögliche Einsatzstellen kannst du dich in unserer Stellenbörse informieren. Hast du schon deinen Favoriten ausgemacht, dann nimm am besten direkt Kontakt mit der Einsatzstelle auf und vereinbare einen Termin zur Hospitation.

Dauer

Das FSJ und der BFD dauern in der Regel 12, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate.

Einsatzstellen

Das Badische Rote Kreuz vermittelt je nach Interessensbereich unterschiedliche Einsatzstellen wie beispielsweise: Betreuung von Menschen mit Behinderung, Blutspendedienst, Fahrdienste, Kinder- und Jugendarbeit, Kliniken, Mobile Soziale Dienste, Psychiatrien, Krankentransport und Rettungsdienst, Schulen, Seniorenhilfe, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit und Zivil- und Katastrophenschutz. Freie Stellen in deiner Region findest du in unserer Stellenbörse.

Ermäßigungen

Freiwillige erhalten einen Ausweis, der sie – wie auch ein Schüler- oder Ausbildungsnachweis – zu ermäßigten Fahrtkosten berechtigt. Teilweise gibt es auch Ermäßigungen in Kinos oder Schwimmbädern etc. – das Nachfragen lohnt sich!

Fachhochschulreife

Manche Bundesländer, so unter anderen auch Baden-Württemberg, erkennen ein geleistetes FSJ und oder einen BFD in Verbindung mit dem vollendeten 12. Schuljahr als Fachhochschulreife an.

Kindergeld

Während des FSJ und BFD bleibt der Kindergeldanspruch für Freiwillige bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bestehen.

Pädagogische Begleitung & Seminare

Freiwilligen stehen nicht nur die qualifizierten Mitarbeiter der Einsatzstellen mit Rat und Tat zur Seite. Auch das DRK berät seine Helfer*innen in allen Belangen rund um ihren Dienst.

Die Freiwilligendienste werden von pädagogischen Seminaren begleitet, die in der Regel 25 Tage umfassen. Für über 27-Jährige gibt es abweichende Regelungen, die am besten direkt beim Träger erfragt werden. 

Die Seminare vermitteln soziale, persönliche, ökologische, kulturelle und interkulturelle Kompetenzen und informieren über die Einsatzfelder. Sie führen generell in den Freiwilligendienst beim DRK ein und geben einen Überblick über die Rotkreuzbewegung. Zudem können sich die Teilnehmer*innen eigene Themen erarbeiten, die sie persönlich interessieren. Darüber hinaus bieten die Seminare die Möglichkeit, andere Freiwillige kennenzulernen und sich mit ihnen über die Praxiserfahrungen auszutauschen.

Für manche Einsatzbereiche werden die Freiwilligen von den Einsatzstellen auch durch speziell zugeschnittene Zusatzseminare geschult. Hierzu gehören z.B.: Gruppenleiterlehrgänge, Fahrtrainings und die Ausbildung zum Rettungshelfer – Qualifikationen die auch nach dem Freiwilligendienst die Vita bereichern und Berufschancen erhöhen.

Die Übersicht der aktuellen Seminartermine findest du in unserem Downloadbereich für Freiwillige.

Praktikum

Das FSJ wird auf einige sozialpflegerische und pädagogische Ausbildungen als Vorpraktikum angerechnet. Ob und in welchem Umfang dies auch für den BFD gilt, kann bei der Ausbildungsstätte erfragt werden.

Sozialversicherung

Die Freiwilligen werden für die Dauer ihres Einsatzes Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Studienplatz und Wartesemester

Wer sich auf einen Studienplatz erneut bewerben möchte, der ihm zu Beginn oder während des FSJ zugewiesen wurde, hat Vorrang vor allen übrigen Bewerber*innen. Das FSJ kann auch als Wartezeit geltend gemacht werden und in manchen Fällen wird es als Vorpraktikum für einen speziellen Studiengang anerkannt. Ob und in welchem Umfang dies auch für den BFD gilt, kann bei der jeweiligen Hochschule erfragt werden.

Taschengeld

Freiwillige erhalten von den Trägern ein angemessenes Taschengeld. Wie hoch dieses ausfällt, erfahren die Freiwilligen beim Bewerbungsgespräch. Die finanziellen Leistungen beinhalten eine Pauschale für Verpflegung, Unterkunft und Fahrtkosten.

Unterkunft

In manchen Einrichtungen bekommen die Freiwilligen eine Unterkunft gestellt.

Urlaub

Während des Freiwilligendienstes besteht bei einer Vollzeittätigkeit ein Urlaubsanspruch von mindestens 25 Tagen. Wird die Dauer des Dienstes verkürzt, so verringert sich auch der Urlaubsanspruch. In allen Fällen gelten die einschlägigen Arbeitsschutzbestimmungen, für Jugendliche unter 18 Jahren gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Zeugnisse

Der Träger stellt in Kooperation mit der Einsatzstelle jedem Freiwilligen auf Wunsch ein individuelles Zeugnis über den geleisteten Dienst aus. Es dokumentiert das soziale Engagement, die Leistungsbereitschaft und die erworbenen Fähigkeiten und erhöht damit die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.