2020 ist ein Rekordjahr für die Freiwilligendiensten

Im Jahr 2020 haben sich in Baden-Württemberg so viele für einen Jugendfreiwilligendienst entschieden wie noch nie! Mehr als 17.350 Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren engagierten sich in einem der 20 unterschiedlichen Einsatzbereichen. Fast 1.000 mehr als im Vorjahr! Umgerechnet ist das ein beachtlicher Zuwachs von 5,8 %! Ein deutliches Zeichen der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, das die Jugendlichen hier beweisen – gerade auch in der aktuellen pandemischen Lage! Wir finden, das hat ein dickes Lob und viel Respekt verdient!

Am häufigsten absolvieren Freiwillige zurzeit ihren Dienst in Kindertagesstätten, Kliniken, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Schulen. Aber auch kulturelle Einrichtungen, Sport und Umwelt sind immer häufiger gefragt.

Auch die Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes waren 2020 besonders populär. Mit insgesamt 1.365 Freiwilligen und einem Zuwachs von 7,8 % erhielten die Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes sogar überdurchschnittlich hohen Zuwachs!

Insgesamt 38 Träger bieten in Baden-Württemberg den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) für Jugendliche an - etwa 3.400 absolvieren ihren Dienst als Bundesfreiwilligendienst und fast 14.000 als Freiwilliges Soziales Jahr. Mit 1.300 Teilnehmenden ist das Badische Rote Kreuz nicht nur in Baden, sondern in ganz Baden-Württemberg größter Anbieter für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)!

Ein Freiwilligendienst ist ein sogenanntes Bildungs- und Orientierungsjahr, das Jugendliche klassischerweise in der Übergangsphase zwischen Schule und Ausbildung oder Studium absolvieren. Neben den wertvollen Einblicken in diverse Arbeitsfelder werden die Freiwilligen von ausgebildeten Pädagog:innen begleitet. Ziel der pädagogischen Begleitung in den Freiwilligendiensten ist die umfassende Bildung junger Menschen auf persönlicher, sozialer und beruflicher Ebene. 25 Bildungstage bieten Raum, Erfahrungen in der Einsatzstelle zu reflektieren, soziale und kulturelle Kompetenzen zu fördern, sich für körperliche, seelische und soziale Herausforderungen zu sensibilisieren und natürlich die individuelle Persönlichkeit zu entwickeln.

Gerade in der Seminararbeit ist ein Zuwachs von fast 100 Freiwilligen deutlich spürbar. Eine tolle Leistung, die unsere Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten zusätzlich zur pandemisch-bedingten Digitalisierung des gesamten Seminarbetriebs gerade meistern!

Schon vor der Pandemie verzeichneten die Freiwilligendienste einen Zuwachs. Dennoch hängt der deutliche Anstieg im Jahr 2020 vermutlich auch mit der Pandemie zusammen: Auslandsaufenthalte waren schwieriger zur realisieren und der eine oder die andere hatte sicherlich Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Wir freuen uns, mit dem Freiwilligendienst so vielen Jugendlichen eine Perspektive und sinnvolle Alternative bieten zu können!