Job- und Bildungsmessen trotz Lockdown

Die DRK Freiwilligendienste sind für dich bei der CULT digital

Nächstes Wochenende (05. und 06. März 2021) ist es so weit! Die CULT Job- und Bildungsmesse Lörrach wagt den Schritt in die Digitalisierung! Mit einer vollständig virtuellen Online-Messe kannst du dich trotz der pandemischen Situationen und der zahlreichen Corona-Auflagen live und interaktiv über Jobs und Bildungsangebote in deiner Region informieren. Und wir von den DRK Freiwilligendiensten Badisches Rotes Kreuz sind mit dabei!

Du weißt noch nicht, wie deine berufliche Zukunft aussehen soll? Du fragst dich, was ein Freiwilligendienst ist, was er dir bringt und in welchen Einsatzbereichen man ihn machen kann? Du hast konkrete Fragen zu deinem FSJ oder BFD? Dann komm zu uns an den virtuellen Stand der digitalen Job- und Bildungsmesse! Informiere dich oder stelle deine Fragen direkt an einen unserer Bildungsreferent:innen im Live-Chat!

Die CULT digital ist öffentlich und ohne Anmeldung für alle zugänglich! Komm einfach vorbei! Wir sind am Freitag, den 05. März von 08:00 bis 16:00 Uhr und am Samstag, den 06. März von 10:00 bis 14:00 Uhr für dich da!

Der Link zur digitalen Messe: bildungsmesse-loerrach.de

 

 

 

2020 ist ein Rekordjahr für die Freiwilligendiensten

Im Jahr 2020 haben sich in Baden-Württemberg so viele für einen Jugendfreiwilligendienst entschieden wie noch nie! Mehr als 17.350 Jugendliche im Alter von 16 bis 26 Jahren engagierten sich in einem der 20 unterschiedlichen Einsatzbereichen. Fast 1.000 mehr als im Vorjahr! Umgerechnet ist das ein beachtlicher Zuwachs von 5,8 %! Ein deutliches Zeichen der Solidarität und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, das die Jugendlichen hier beweisen – gerade auch in der aktuellen pandemischen Lage! Wir finden, das hat ein dickes Lob und viel Respekt verdient!

Am häufigsten absolvieren Freiwillige zurzeit ihren Dienst in Kindertagesstätten, Kliniken, Einrichtungen der Behindertenhilfe und Schulen. Aber auch kulturelle Einrichtungen, Sport und Umwelt sind immer häufiger gefragt.

Auch die Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes waren 2020 besonders populär. Mit insgesamt 1.365 Freiwilligen und einem Zuwachs von 7,8 % erhielten die Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes sogar überdurchschnittlich hohen Zuwachs!

Insgesamt 38 Träger bieten in Baden-Württemberg den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) für Jugendliche an - etwa 3.400 absolvieren ihren Dienst als Bundesfreiwilligendienst und fast 14.000 als Freiwilliges Soziales Jahr. Mit 1.300 Teilnehmenden ist das Badische Rote Kreuz nicht nur in Baden, sondern in ganz Baden-Württemberg größter Anbieter für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)!

Ein Freiwilligendienst ist ein sogenanntes Bildungs- und Orientierungsjahr, das Jugendliche klassischerweise in der Übergangsphase zwischen Schule und Ausbildung oder Studium absolvieren. Neben den wertvollen Einblicken in diverse Arbeitsfelder werden die Freiwilligen von ausgebildeten Pädagog:innen begleitet. Ziel der pädagogischen Begleitung in den Freiwilligendiensten ist die umfassende Bildung junger Menschen auf persönlicher, sozialer und beruflicher Ebene. 25 Bildungstage bieten Raum, Erfahrungen in der Einsatzstelle zu reflektieren, soziale und kulturelle Kompetenzen zu fördern, sich für körperliche, seelische und soziale Herausforderungen zu sensibilisieren und natürlich die individuelle Persönlichkeit zu entwickeln.

Gerade in der Seminararbeit ist ein Zuwachs von fast 100 Freiwilligen deutlich spürbar. Eine tolle Leistung, die unsere Bildungsreferentinnen und Bildungsreferenten zusätzlich zur pandemisch-bedingten Digitalisierung des gesamten Seminarbetriebs gerade meistern!

Schon vor der Pandemie verzeichneten die Freiwilligendienste einen Zuwachs. Dennoch hängt der deutliche Anstieg im Jahr 2020 vermutlich auch mit der Pandemie zusammen: Auslandsaufenthalte waren schwieriger zur realisieren und der eine oder die andere hatte sicherlich Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Wir freuen uns, mit dem Freiwilligendienst so vielen Jugendlichen eine Perspektive und sinnvolle Alternative bieten zu können!

 

 

 

Die Gemeinde Klettgau erhöht das Taschengeld - trotz der Corona Krise

Die Gemeinde Klettgau erhöht trotz aller coronabedingter Herausforderungen das Taschengeld der Freiwilligen. Ein großartiges Zeichen der Wertschätzung zum Jahresbeginn 2021!

Insgesamt 7 Freiwillige absolvieren zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Schulen und Kindertagesstätten der Gemeinde Klettgau. Und die Gemeinde ist sehr dankbar für ihren Einsatz und die Unterstützung der Fachkräfte vor Ort. Die Leidenschaft und das tägliche Engagement der Freiwilligen in den Einsatzstellen soll deshalb durch eine Taschengelderhöhung auch monetär gewürdigt werden.

Das Team Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit und die Wertschätzung für unsere Freiwilligen, die diese Entscheidung verdeutlicht!

Sie denken ebenfalls über eine Taschengelderhöhung nach? Dann sprechen Sie uns gerne an!

 

 

 

Corona-Impfung

Das Generalsekratariat informiert und klärt auf

Es kursieren im Netz und in den Medien die verschiedensten Gerüchte über die Impfung gegen das Coronavirus. Wir vom Deutschen Roten Kreuz möchten euch dabei helfen, euch durch fundierte und seriöse Quellen über das Thema Impfen zu informieren. Das Generalsekretariat des DRK hat deshlab eine sehr gute und ausführliche Übersicht erarbeitet, die die Mitwirkung des DRK bei den Impfzentren erklärt sowie medizinische Fragen zur Impfung (mit Links zu seriösen Homepages) erläutert:

https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/corona-impfung-aufklaerung-und-information/

 

 

 

 

Aktuelle Infos zur Corona-Situation (Stand: 25.1.21)

 

Liebe Freiwillige,

wir hoffen es geht Euch allen gut und Ihr seid wohlbehalten ins Jahr 2021 gestartet. Das Jahr geht weiter, wie es aufgehört hat: digital.

Corona hat bei allen Nachteilen auch viel nach vorne gebracht, wir sind und auch Ihr seid mittlerweile gut angekommen in der digitalisierten Seminarwelt. Ilias und Big Blue Button sind am Start, die Wahlmodule sind ausgeschrieben, die ersten Freiwilligen haben sich angemeldet und das erste Wahlmodul wurde bereits durchgeführt.

Heute wollen wir Euch über den weiteren Verlauf der Seminare informieren: Wir haben letzte Woche entschieden, dass alle kommenden Seminare des Jahrgangs 20-21 und die Frühjahresgruppen von 21-22 digital durchgeführt werden. Wir haben diese Entscheidung gut abgewogen und schweren Herzens getroffen.

Unsere Entscheidung ist folgendermaßen begründet:

  • Der Schutz von Euch Freiwilligen, der hilfsbedürftigen Zielgruppen in den Einsatzstellen und der Schutz des Kollegiums muss stets gewährleistet sein. Gesundheitsschutz steht an oberster Stelle.
  • Die aktuelle pandemische Lage und deren Entwicklung ermöglichen keine sichere Einschätzung der vielen offenen Fragen bis zum Sommer. 
  • Um die Seminare in den gebuchten Häusern mit Übernachtung durchführen zu können, müssten alle Freiwilligen und Seminarleitungen geimpft sein.
  • Selbst wenn dies der Fall wäre, ist es wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Impfungen die Infektionsketten wirksam unterbrechen. Zudem können Impfungen nur auf freiwilliger Basis erfolgen.
  • Die Inzidenzwerte an den Seminarorten müssten mindestens unter 25 liegen. 
  • Der Infektionsschutz ist aus unserer Sicht ein großes Sicherheitsthema, das wir so schnell nicht gelöst bekommen.

Wir versprechen, dass wir die Situation im Blick halten und wenn es irgendwie möglich ist dafür sorgen, dass Ihr Euch an ein/zwei Tagen präsent treffen könnt.

Wir grüßen Euch herzlich

 

 

 

Mehr Anerkennung für Freiwilligendienste!

Das Positionspapier der DRK-Landesverbände in Baden-Württemberg zur Landtagswahl

Im Vorfeld der Landtagswahl im März 2021 führen die beiden Landesverbände des Roten Kreuzes in Baden-Württemberg in einem gemeinsamen Positionspapier notwendige Schritte für die Landespolitik auf. Anhand von 22 Positionen bündelt das Deutsche Rote Kreuz seine Erfahrungen aus der täglichen Arbeit als Nationale Hilfsgesellschaft und Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege und überführt diese in konkrete Stellungnahmen. Das Rote Kreuz stellt hierbei seinen Standpunkt zu aktuellen Problemen im Gesundheitswesen und in der sozialen Landschaft dar.

 

 

Kernforderungen sind unter anderem die Finanzierung der Notfallrettung und des Bevölkerungsschutzes, die bessere Versorgung von pflegebedürftigen Menschen sowie der Zugang zur Digitalisierungsförderung. Aber auch zum Thema Freiwilligendienste wurden Forderungen aufgestellt.

Ein Freiwilligendienst ermöglicht vielen jungen Menschen, ihren Weg ins Berufsleben zu finden und bietet so Chancen gerade auch für Menschen mit schwierigen Zugängen zum Arbeitsmarkt. Gerade für Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen kann ein Jugendfreiwilligendienst ein wichtiges Instrument der langfristigen Personalgewinnung sein. Die beiden Landesverbände betonten deshalb, wie wichtig es sei, die derzeitige Landesförderung der FSJ-Plätze langfristig zu sichern.

Außerdem fordern sie, den Freiwilligendienst auch bei Betrieben, Unternehmen und Hochschulen bekannter zu machen und den Kompetenzerwerb während des FSJ bei Wartezeiten für zulassungsbeschränkte Studiengänge anzurechnen. Darüber hinaus sollen der Zugang für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf erleichtert und landesweite Aktionstage zum Thema Freiwilligendienste durchgeführt werden.

 

 

 

Das FSJ in einer Klinik machen – und das in Zeiten von Corona!



Wir haben zwei unserer Freiwilligen - Samantha und Diego - gefragt, warum sie ihr FSJ in einer Klinik machen und was sich eigentlich durch Corona in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr verändert hat?

Samantha und Diego haben sich zu einem Zeitpunkt für ein FSJ entschieden, als die Welt scheinbar noch in Ordnung war: Corona war eine Biersorte, Masken was für Narrenzünfte und ein Treffen unter Freunden kein Politikum. Sie wollten beide ein FSJ machen, um in den Arbeitsbereich Klinik reinzuschnuppern und den Beruf der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger kennenzulernen.

Samantha macht ihr FSJ auf der Kardiologie und Angiologie (also Herz-Kreislauf- sowie Gefäßerkrankungen) im Klinikum Mittelbaden Balg, Diego hat sein FSJ zunächst im Kreiskrankenhaus Schopfheim auf einer Diabetestation begonnen und wurde inzwischen nach Lörrach in die Onkologie versetzt. Und als Diego nach ein paar freien Tagen zurück auf seine Station kommt, ist sie zur Corona-Station umgebaut. Gerade in Kliniken rückt die Pandemie nah an unsere Freiwilligen heran. Der Kontakt mit Corona-Patient:innen ist kein diffuses Risiko, sondern gehört nun zum Alltag. Dennoch haben sich beide dazu entschieden, ihr FSJ zu verlängern!

Aber was sind die Aufgaben von Freiwilligendienstleistenden in einem Klinikum?

An vorderste Stelle steht Vitalwerte messen, also Blutdruck, Puls, Blutzucker, Körpertemperatur etc., Essen austeilen, Patient:innen waschen und sie sicher zu ihren Untersuchungen zu bringen. Diego meint aber, wenn er alle Aufgaben aufzählt, wären wir damit morgen noch beschäftigt. Abwechslung gibt es genug!

Was das Schöne an diesen Tätigkeiten ist?

Samantha hat durch ihr FSJ an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gewonnen und ihre Selbstständigkeit weiterentwickeln können. Außerdem hat sie für sich einen besseren Umgang mit den Themen Altern und Sterben gefunden. Diego schätzt gerade die Arbeit mit den Patient:innen, für sie da zu sein, sie zu unterstützen und ihre Situation verbessern zu können. Kraft schöpft er daraus, dass er ihnen helfen und sie auf ihrem Weg weiterbringen kann.

Was sich durch Corona verändert hat?

Sowohl Diego als auch Samantha finden, dass sich an ihren Aufgaben durch Corona fast nichts geändert hat. Natürlich gehört die FFP2-Maske nun zum festen Bestandteil der Dienstkleidung und die emotionale Zusatzbelastung durch Corona ist spürbar: Zum einen tritt durch die pandemische Lage der generelle Personalmangel in Kliniken deutlich zutage, zum anderen sind Kontakte mit Patient:innen, die im Nachhinein positiv auf das Virus getestet werden, nicht vollständig vermeidbar. Die Sorge, sich anzustecken, ist trotz diverser Vorsichtmaßnahmen für unsere Freiwilligen spürbar.

Zwar werden unsere Freiwillige nicht auf Isolations- und Intensivstationen eingesetzt, Diego darf aus Jugendschutzgründen die Isolationszimmer von Corona-Patient:innen gar nicht erst betreten – und dennoch würde er sich wünschen, durch frühzeitigere Tests und mehr Schutzkleidung besser vor einer möglichen Infektion geschützt zu werden.

Und wie geht es nun weiter?

Durch das FSJ sind sich beide sicher: Sie möchten gerne weiter in diesem Bereich arbeiten. Diego fängt in den nächsten Monaten deshalb die Ausbildung zum Gesundheitskrankenpfleger und Samantha die Ausbildung zur Kinderkrankenpflegerin an.

Wir finden, das hört sich nach einem großartigen Plan an! Wir wünschen beiden viel Erfolg und alles Gute auf ihrem weiteren Weg!

 

 

 

Unsere Wahlmodule sind nun online!

Ab sofort kannst du dich auf unserer neuen Lernplattform Ilias registrieren (den Zugang hierzu solltest du per Mail erhalten haben) und im gleichen Zug kannst du dich nun auch für unsere neuen Wahlmodule anmelden!

Du fragst dich jetzt, was Wahlmodule sind? Wahlmodule sind Seminartage, die du zusätzlich zu den regulären Seminarwochen und den flexiblen Seminartagen absolvieren musst, um insgesamt auf die vorgeschriebene Anzahl von Seminartagen zu kommen. Du machst einen 12-monatigen Freiwilligendienst? Dann musst du insgesamt 2 Wahlmodultage absolvieren.

Dafür wählst du dir von unserem bunten und abwechslungsreichen Angebot einfach die Themen aus, die dich interessieren! Wir sind uns sicher, für jede:n ist was Spannendes dabei. Wahlmodule gibt es zum Beispiel zu den Themen "Nachhaltigkeit im Alltag", "Diversity-Kompetenz", "1x1 für schwierige Zeiten" oder "Wandern mit Tiefgang" und noch viel mehr.

Kläre aber bitte, bevor du dich anmeldest oder auf einen Platz bewirbst, ob das zeitlich für deine Einsatzstelle so auch in Ordnung geht! Die meisten Angebote dauern einen Tag, andere gehen auch über 2 oder mehr Tage. Für unseren neuen Social Media Botschafter musst du zudem einen kleinen Fragebogen ausfüllen und uns deine Motivation schildern.

Nähere Informationen findest du auch direkt in Ilias unter ilias.drk-baden.de.

 

 

 

Anleitungstreffen 2.0

– unser erstes digitales Anleitungstreffen via Videokonferenz

Jeder und jede Freiwillige hat in seiner Einsatzstelle üblicherweise eine für ihn/sie zuständige Person, die die Einführung, die fachliche Anleitung und die individuelle Begleitung der Freiwilligen sicherstellt. Es ist also so etwas ähnliches, wie ein:e persönliche:r Mentor:in, wir nennen das bei uns aber Anleitung.

Und natürlich ist es für uns als Landesverband wichtig, in engem Kontakt mit unseren Anleitungen zu stehen, damit die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen reibungslos funktioniert. Und in diesem Jahr haben wir dabei einen großen Sprung in die Digitalisierung gewagt und unser Anleitungstreffen digital veranstaltet. Und wir finden, das hat richtig gut funktioniert!

Mehr als 180 Anleiterinnen und Anleiter haben an unseren digitalen Treffen teilgenommen. Wir freuen uns über die rege Resonanz unserer Anleiterinnen und Anleiter, die sich neben dem Tagesgeschäft in den Einsatzstellen an das Medium der Videokonferenz herangetraut haben!

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihren Beitrag, der einen intensiven und Austausch – auch via Videokonferenz – ermöglicht hat. Vielen Dank auch für die nötige Geduld, die so eine Videokonferenz mit sich bringt!

An insgesamt drei Terminen gab es die Gelegenheit in digitalen Workshops zu unterschiedlichen Themengebieten zu arbeiten. So konnten ganz grundsätzliche Fragen für ganz neue Anleitungen geklärt, aber auch Raum für Austausch unter unseren schon sehr erfahrenen Anleiter:innen geschaffen werden. In anderen Workshops ging es um die Möglichkeiten der Teilnehmendengewinnung im Freiwilligendienst oder um Hilfestellungen im Umgang mit Freiwilligen in herausfordernden oder belastenden Situationen. Ein abwechslungsreiches und buntes Programm.

Wir haben uns auch die Mühe gemacht, die Inhalte unterhaltsam und abwechslungsreich zu gestalten. So zum Beispiel mit einem kleinen Comic zum Ablauf eines Freiwilligendienst:

 

 

 

 

Neu: Corona von A bis Z

Wie verhält es sich eigentlich mit Freiwilligen, die in Quarantäne müssen? Wie werden Einsatzstellenbesuche durchgeführt? Unsere Einsatzstelle muss teilweise schließen - was machen wir mit unseren Freiwilligen?

Durch Corona hat sich auch im FSJ und BFD so einiges verändert. Von Woche zu Woche kommen neue Änderungen hinzu und andere relativeren sich auch wieder. Da wird es mit der Zeit schwer, den Überblick zu behalten.

Deshalb haben wir nun alle aktuellen Regelungen und Verfahrensabläufe für unsere Einsatzstellen auf einen Blick zusammengefasst und in einem "Corona von A bis Z" in unseren Internen Bereich gepackt (Login erforderlich). Dort werden alle aktuellen Fragen rund um das Thema Corona geklärt und bei Änderungen gegebenenfalls laufend aktualisiert.

In Ihrer Einsatzstelle tritt eine Situation auf, die von unseren aktuellen Regelungen noch nicht gelöst ist? Kontaktieren Sie einfach den für Ihre Einsatzstelle zuständigen Bildungsreferenten: Wir finden dann eine Lösung!

 

 

 

Corona nervt!? Jetzt kannst du loswerden, wie es dir damit geht!

 

Das Corona-Virus hat in den letzten Monaten so ziemlich alle Lebensbereiche auf den Kopf gestellt. Ständige Videocalls, geschlossenen Kneipen und Fitnessclubs und die langersehnte Reise nach dem Schulabschluss, die gecancelt werden musste, etc. etc.

Manche Maßnahmen treffen einzelne Gesellschaftsgruppen besonders schwer. Doch wie geht es dir damit? Was geht dir auf den Wecker? Was läuft richtig gut? Wo fühlst du dich ungerecht behandelt oder nicht ausreichend geschützt? Wie verändert sich dein Sozialleben und deine psychische Verfassung?

All das sind für die Jugendforscher:innen aus Hildesheim und Frankfurt wertvolle Einblicke in deine Lebenssituation. Sie haben deshalb eine Studie namens JuCo 2 ins Leben gerufen, bei der Jugendliche und junge Erwachsene loswerden können, wie sich ihr Leben durch Corona verändert hat.

Der Forschungsverbund „Kindheit - Jugend - Familie in der Corona Zeit“ möchte von dir erfahren:
•    Wie geht es dir nach mehr als 6 Monaten in der Corona Zeit?
•    Was hat sich bei dir verändert?
•    Was möchtest du sagen?

Wir finden, das ist eine gute und wichtige Sache und rufen insbesondere unsere Freiwilligen auf, dabei mit zu machen! Nutze jetzt auch deine Chance!

Zur Umfrage geht es hier. Teilnehmen kann man bis zum 22. November 2020 und mitmachen können alle Jugendliche ab 15 Jahren und junge Erwachsene.

 

 

 

Aktuelle Infos zur Corona-Situation (Stand: 22.10.20)


Liebe Freiwillige,
so schnell ist wieder alles anders…

Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass seit Montag in Baden-Württemberg die Pandemiestufe 3 gilt und auch in unserem Verbandsgebiet es zu stark ansteigende Infektionszahlen kommt. Das hat zur Folge, dass wir nun leider trotz unseres Hygienekonzepts keine Präsenztage abhalten werden.

Wir als DRK sind uns der besonderen Herausforderung und Verantwortung bewusst und legen die oberste Priorität deshalb auf den Gesundheitsschutz von euch Freiwilligen und den Menschen in euren Einsatzstellen.

Um den Betrieb in den oft systemrelevanten Einsatzstellen zu sichern und die Menschen dort aus Risikogruppen zusätzlich zu schützen, haben wir uns nun dazu entschieden, keine Seminartage mehr in Präsenz zu veranstalten. Ab sofort werden alle Seminartage als Online-Seminar durchgeführt. Aber keine Angst: Ihr dürft euch trotz allem auf ein abwechslungsreiches Seminar freuen!

Falls ihr noch Fragen zum konkreten Vorgehen oder Ablauf der Seminare habt, könnt ihr euch damit einfach an eure zuständige Seminarleitung wenden.

Wir beobachten die Situation weiterhin und werden alle Beteiligten über gegebenenfalls notwendige Anpassungen auf dem Laufenden halten. Für Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.

Beste Grüße und bleibt gesund!

Euer Team Freiwilligendienste

 

 

 

Aktuelle Infos zur Corona-Situation

 

Liebe_r Freiwillige,

uns liegt deine Gesundheit und die deiner Kontaktpersonen in den Einsatzstellen wirklich sehr am Herzen. Wir bitten dich daher, dich an die jeweils gültigen Corona-Maßnahmen zu halten und damit dich, deine Angehörigen, aber vor allem auch Risikogruppen in den Einsatzstellen entsprechend zu schützen!

Aufgrund der aktuellen Situation wurde speziell für unsere Seminare ein Hygienekonzept entwickelt. Konkret bedeutet dies, dass für den FSJ- und BFD-Jahrgang 2020/21 nur einzelne Seminartage in Präsenz, jedoch keine Übernachtungen stattfinden können. Außerdem gilt es vor Ort einiges zu beachten. Konkret bedeutet das, dass sich alle Beteiligten an die Hygienemaßnahmen halten: Abstand halten, regelmäßig Hände waschen und lüften, Hust- und Niesetikette beachten, Mund-Nasen-Schutz tragen etc. Und vor allem bei Covid-19-typischen Symptomen zu Hause bleiben und Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin halten!

Alle restlichen Seminareinheiten wurden so weiterentwickelt, dass sie auch im digitalen Raum durchführbar sind. Aber keine Angst: Vor langweiligem Frontalunterricht muss sich auch bei einem Online-Seminar niemand fürchten!

Konkrete Informationen zum Ablauf und den Hygienemaßnahmen während der Präsenztage erhältst du rechtzeitig von der für dich zuständigen Seminarleitung. Wir bitten dich, diese aufmerksam zu lesen und einzuhalten!

Wir beobachten die Situation weiterhin und werden alle Beteiligten über gegebenenfalls notwendige Anpassungen auf dem Laufenden halten. Für Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.
(Stand: 01.10.2020)

 

Für alle Kurzentschlossene: Bewerbungen auf unseren Freiwilligendienst sind weiterhin möglich. Freie Stellen findest du in unserer Stellenbörse.

 

 

 

We are on air!

Onlineseminare sind trocken und man sitzt die ganze Zeit nur vor dem Laptop?! Das muss nicht sein!

Zugegeben: wir würden auch viel lieber – so wie in den letzten Jahren – mit euch zum Abschlussseminar an den Gardasee fahren. Aber auch trotz Corona haben sich unsere Seminarleiter*innen witzige Aufgaben überlegt, die dein FSJ zu einem ganz besonderen Erlebnis werden lassen!

Die Natur für dich sprechen lassen? Mit der Selfie-Kamera in die eigene Zukunft schauen? Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt! Bleibt nur noch eine Frage: Wie würde ein Selfie von dir in 10 Jahren aussehen?

 

 

 

 

 

Farewell Mrs. Freiwilligendienst

17 Jahre hat Elvira Kunz koordiniert, was koordiniert werden musste. Sie war der unerschütterliche Fels in der Verwaltung der Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes, sie war einfach unsere Mrs. Freiwilligendienst. 2019 fanden rund 1300 Bewerberinnen und Bewerber nicht zuletzt durch Elvira Kunz ihren Platz im FSJ oder BFD

Mehr als zwei Jahrzehnte war sie insgesamt für den Landesverband Badisches Rotes Kreuz tätig. Nun geht Elvira Kunz in den mehr als verdienten Ruhestand. Wir werden sie vermissen und wünschen ihr für den neuen Lebensabschnitt nur das Beste!

 

 

 

 

Wertvolle Unterstützung für Kitas, Pflegeheime und Kliniken

Viele unserer internationalen Freiwilligen aus Mexiko und Chile verlängern ihren Freiwilligendienst um sechs Monate.

 

30 junge Menschen aus Mexiko und Chile leisten bereits seit September 2019 über das weltwärts-Programm einen Freiwilligendienst in Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und der Ortenau. Meist haben die jungen Frauen und Männer aus Lateinamerika in ihrem Heimatland schon studiert oder eine Berufsausbildung absolviert. Hier in Deutschland engagieren sie sich in Einsatzstellen aus dem sozialen Bereich: in Kitas, Pflegeheimen, Kliniken sowie in Einrichtungen für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Wo immer möglich haben die Freiwilligen die Arbeit in ihren Einsatzstellen auch trotz Corona und der damit einhergehenden Verunsicherungen und Risiken fortgesetzt. 23 von ihnen werden nun ihren Dienst um weitere sechs Monate verlängern. Sehr zur Freude ihrer Einsatzstellen. Sie haben den Verlängerungen sofort zugestimmt, da die Freiwilligen eine wertvolle Unterstützung in der täglichen Arbeit sind und diese – gerade auch auf Grund anderer kultureller Erfahrungen – bereichern. So bietet sich den jungen Frauen und Männern die Chance noch weitere Erfahrungen in ihren Einsatzbereichen zu sammeln und ihre Deutschkenntnisse zu vertiefen.

Nach und nach kehrt in Südbaden wieder der Alltag ein – sowohl in den Einrichtungen als auch im privaten Leben. Für ihre Familien und Freunde in Mexiko und Chile wird eine Rückkehr zur Normalität noch etwas dauern. Lateinamerika ist ausgesprochen hart von der Covid-19-Pandemie betroffen. Chile und Mexiko gehören aktuell zu den acht Ländern mit den höchsten Infektionszahlen weltweit.

Träger des Programms ist das Badische Rote Kreuz, das nicht nur Einsatzstellen vermittelt, die Freiwilligen im Alter von 19 bis 29 Jahren pädagogisch begleitet und ihnen, wo immer nötig zur Seite stehen, sondern sich auch um Gastfamilien kümmert.

Für zwei chilenische Freiwillige werden noch Gastfamilien gesucht, die an einem Austausch mit jungen, engagierten Menschen interessiert sind. Mindestens für 3 Monate, idealerweise von Mitte August bis Mitte Februar, am besten in und um Freiburg oder in Tiengen. Für die Unterkunft und Verpflegung wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Weitere Informationen hierzu gibt es bei Natascha Rüb per Tel. 0761 88336-257 oder per E-Mail natascha.rueb@spam protectdrk-baden.de

 

 

 

Erfahrungsbericht: Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst

Ein Arbeitstag von Chiara Dilberger beim DRK-Kreisverband Emmendingen

Kreis Emmendingen (mkt). Schulabschluss in der Tasche, Berufsausbildung beendet – und jetzt? Die 19jährige Chiara aus Elzach entschied sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Beim DRK Kreisverband Emmendingen bekam sie das Angebot, sich zum Rettungshelfer ausbilden zu lassen und im Rettungsdienst zu arbeiten.

„Rettungsdienst – kann ich das?“, fragte sich Chiara Dilberger. Spätestens beim Bewerbungsgespräch wurden ihre Zweifel ausgeräumt. Sie merkte schnell: Wer dem Klischee vom Blaulicht-Junkie nachhängt, der mit heulenden Sirenen durch tiefe Großstadtschluchten jagt und nach vollbrachter Heldentat lässig seine Zigarette pafft, wird enttäuscht sein. Ein Freiwilliges Soziales Jahr im Rettungsdienst spielt sich überwiegend im Krankentransport ab – nur ganz selten mit Blaulichteinsätzen. Trotzdem ist es kein leichter, sondern ein ungemein anspruchsvoller Job, wie ein Arbeitstag von Chiara Dilberger zeigt:

Montagmorgen, kurz vor 8 Uhr: Chiara Dilberger und Jonas Haberstroh checken den an der Rettungswache Elzach stationierten Krankentransportwagen (KTW) durch. „Das wird grundsätzlich zu Schichtbeginn gemacht“, erklärt Chiara. Sie prüfen die medizinischen Geräte und die Ausstattung ihres Fahrzeugs auf Funktion und Vollständigkeit, bevor sie sich über Funk bei der Integrierten Leitstelle Emmendingen einsatzbereit melden. Die schickt auch schon den ersten Auftrag: Eine Verlegung aus der BDH-Klinik Elzach in die BDH-Klinik Waldkirch. Routiniert rangiert Chiara das große Fahrzeug in die Liegend-Anfahrt der Rehaklinik. Zielsicher marschieren sie durch ein wahres Labyrinth von Gängen und Fluren auf die angegebene Station, wo sie sich mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ melden. Ihr Patient habe vor einigen Wochen einen schweren Schlaganfall erlitten, erfahren sie vom zuständigen Pfleger. Sein Sprachzentrum sei gelähmt. Er könne sich nur mit den Augen verständigen, verstehe aber alles, was man sagt. Für die weitere künstliche Ernährung muss eine spezielle Sonde gelegt werden. Dieser kleine operative Eingriff wird in der BDH-Klinik Waldkirch vorgenommen. Anschließend soll Herr M. wieder nach Elzach zurück verlegt werden.

Derart informiert gehen Chiara und Jonas gemeinsam mit dem Pfleger ins Patientenzimmer. Sie stellen sich vor, fragen, wie es ihm geht und ob er damit einverstanden ist, dass sie ihn aus dem Bett holen. Das zustimmende Augenzwinkern zeigt, dass der Patient sie verstanden hat. Für den Transfer aus dem Bett auf die Liege nutzen sie ein spezielles Rollbrett, das zur Grundausstattung jedes Krankentransportwagens gehört. Vorsichtig wird Herr M. in das Fahrzeug geschoben. Mit großer Umsicht steuert Chiara das schwere Fahrzeug über die kurvenreiche Strecke talabwärts.

In der BDH-Klinik Waldkirch angekommen bringen sie ihren Patienten in die Endoskopie, wo der Eingriff stattfinden soll. Hier wird Herr M. schon erwartet, eine Untersuchungsliege, auf die er wieder mit Hilfe des Rollbretts gelegt wird, ist schon vorbereitet. „Alles Gute für Sie!“, verabschieden sich Chiara und Jonas von ihrem Patienten, denn schon wartet der nächste Auftrag auf sie: Eine Verlegung aus der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik Freiburg ins Zentrum für Psychiatrie (ZfP) in Emmendingen. Im Zusatztext steht die Bemerkung: „Mit Polizeibegleitung“. „Das verspricht nichts Gutes“, ahnt Jonas. In der Notaufnahme wird ihnen ein junger Mann übergeben, der in der Nacht zuvor einen Selbstmordversuch begangen hat. Nach der medizinischen Versorgung in der Uniklinik soll nun die psychiatrische Behandlung folgen. Dafür muss er in die dafür zuständige Spezialklinik nach Emmendingen verlegt werden. Da er jedoch noch immer nicht zurechnungsfähig ist und nicht ausgeschlossen werden kann, dass er sich erneut etwas antut, wird der Transport von der Polizei begleitet. Während ein Beamter sich gemeinsam mit Jonas in den Patientenraum setzt, fährt der zweite im Streifenwagen hinterher. Im ZfP angekommen übernimmt Chiara die Anmeldung des Patienten. Kurz darauf erscheint der Aufnahmearzt und beginnt ein erstes orientierendes Gespräch mit ihm. Die Übergabe erfolgt kurz und routiniert. Für Chiara und Jonas steht jetzt die Mittagspause auf dem Programm. Dafür steuern sie die Rettungswache Emmendingen an. Im großen Aufenthaltsraum treffen sie auf andere Besatzungen, die hier ebenfalls ihre Pause verbringen. Man berichtet sich gegenseitig von den Erlebnissen des Tages, macht Scherze. Die Stimmung ist gelöst, es wird viel gelacht.

Am 30. September endet ihr Freiwilliges Soziales Jahr. Und was kommt dann? „Auf alle Fälle mache ich jetzt erst einmal die Weiterbildung zum Rettungssanitäter“, denn dem Rettungsdienst wolle sie treu bleiben. Ob sie sich hier auch ihre berufliche Zukunft vorstellen kann?  „Mal schauen, vielleicht bewerbe ich mich ja auch um eine Ausbildungsstelle zum Notfallsanitäter“.

Der DRK-Kreisverband Emmendingen bietet in seiner Abteilung Rettungsdienst 15 Plätze für Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr an. Voraussetzung für eine Bewerbung ist das vollendete 18. Lebensjahr und ein PKW-Führerschein. Ansprechpartner für alle Interessierten ist DRK-Rettungsdienstleiter Thomas Bollig, Telefon 07641/4601-0. Nähere Infos gibt es auch im Internet unter www.drk-emmendingen.de

Fotos: Kurt Meier

 

 

Rechte und Pflichten in deinem FSJ


Wir haben für euch die wichtigsten Rechte und Pflichten im FSJ zusammengefasst. Mehr Infos findet ihr unter FSJ und BFD von A-Z. Wenn ihr noch Fragen habt, ruft uns an oder schreibt uns eine Mail!

 

 

 

Badisches Rotes Kreuz ab sofort auf Youtube

Wir freuen uns, euch unseren neuen Kanal vorzustellen. Schaut vorbei und seht, was unsere Freiwilligen aus ihrem FSJ berichten!

 

 

 

Freiwillige präsentieren ihre Kunstwerke zum Thema „Zivilcourage“

 

Das Projekt Zivilcourage, eine Kooperation der Freiwilligendienste des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz und der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein, erfuhr jetzt eine besondere Würdigung.

In der Bundespolizeidirektion Stuttgart werden derzeit Kunstobjekte ausgestellt, die von Freiwilligen des Badischen Roten Kreuzes im Rahmen dieser seit 2013 bestehenden Präventionsmaßnahme geschaffen wurden. An der Vernissage nahmen unter anderem der Präsident der Bundespolizeidirektion Stuttgart, Peter Holzem, die Geschäftsführerin des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz, Birgit Wiloth-Sacherer, sowie Freiwillige, deren Bilder nun in der Ausstellung gezeigt werden, teil.

Zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr oder einem Bundesfreiwilligendienst gehören über die Arbeit in der Einsatzstelle hinaus eine pädagogische Begleitung sowie fünf einwöchige Seminare. In diesen ist das Präventionsprojekt beheimatet, an dem jedes Jahr etwa 100 der insgesamt 1300 Freiwilligen im Badischen Roten Kreuz teilnehmen. An zwei Seminartagen erleben die jungen Menschen Situationen, in denen Zivilcourage gefragt ist. Die Reflexion des Erlebten geschieht auf kreative Weise: Es entstehen Bilder, Geschichten, Rollenspiele und mehr. Eine Auswahl der so entstandenen Bilder ist in der aktuellen Ausstellung zu sehen.

Seit Beginn der Kooperation, die vor allen von Melanie Flick (Badisches Rotes Kreuz) und Thomas Schlageter (Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein) getragen wird, haben etwa 800 Freiwillige am Projekt „Zivilcourage“ teilgenommen.

 

 

Abschlussbericht zum Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

Der letzte Jahrgang Freiwilliger aus dem Sonderprogramm des Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug hat im September den Freiwilligendienst beendet.

Der BFDmF hat die Freiwilligendienste bereichert und wir haben Erfahrungen gesammelt, die auch den Regeldiensten FSJ und BFD zugutekommen sollen.

Die zentralen Erkenntnisse sind im vorliegenden Abschlussbericht zusammengefasst.  

 

 

 

FSJ oder BFD beim Badischen Roten Kreuz? So geht die Bewerbung:

 

 

 

 

Zukunftsangst? Freiwillige blicken zurück auf ihren Schulabschluss

Unsere Freiwilligen haben filmisch festgehalten, was sie nach dem Schulabschluss bewegt hat und wie es weiterging.

 

 

 

FSJ im Abenteuerspielplatz Weingarten

Anne Strecker ist seit September 2018 als Freiwillige in unserer Einsatzstelle Abenteuerspielplatz Weingarten tätig. Wir haben sie nach ihren Erlebnissen dort befragt:

 

Wie sieht dein typischer Tagesablauf aus?

Eigentlich sieht jeder Tag ganz unterschiedlich aus. Grundsätzlich haben wir viele verschiedene Angebote auf dem Abenteuerspielplatz, zum Beispiel Angebote für Schulklassen oder Nachmittagsbetreuung für Kinder.

Wir haben auch ein festes Programm, so wie das „Schaffen Lernen“, wo Jugendliche lernen, wie im Berufsleben zu handeln. Sie sind dann zum Beispiel für einen Tag lang Köche oder Konditoren und ich unterstütze sie dabei. Am Nachmittag bieten wir manchmal Kreativprogramme an – da bastle ich dann mit den Kindern Dinge wie Traumfänger, Windräder oder Schmuck. Bei den Kreativprogrammen überlege ich mir die Themen auch immer selbst.

 

Warum hast du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?

Ich möchte später gerne im sozialen Bereich arbeiten und eine Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin machen. Durch mein FSJ kann ich den Bereich bereits kennenlernen und auch die Zeit bis zur Ausbildung überbrücken.

 

Was war dein eindrücklichster Moment?

Ich finde es toll, wie schnell man in die Familie aufgenommen wird. Wir sind ein kleines Team aus Hauptamtlichen, Praktikantinnen und Praktikanten – dazu kommen aber noch unzählige Ehrenamtliche. Das schöne ist auch, dass alle, die hier einmal gearbeitet haben, früher oder später wieder kommen, was sehr für die Gemeinschaft spricht.

 

Was waren die größten Herausforderungen für dich?

Das Ankommen im FSJ fiel mir erstaunlich leicht – ich war als Kind oft hier und kannte den Ort bereits. Ich glaube eine der größten Herausforderungen an dieser FSJ-Stelle ist das selbständige arbeiten. So zum Beispiel, wenn ich mir eigenständig Kreativprogramme für die Kinder ausdenke und durchführe.

 

Was nimmst du aus deinem Freiwilligendienst mit?

Sehr viel! Viel Erfahrung, auch für die Zukunft. Ganz besonders nehme ich mit, dass ich es nun gewohnt bin, eigenständig zu arbeiten. Mir ist auch klar geworden, dass ich mit meinem FSJ die richtige Entscheidung getroffen habe, auch wenn ich den Abenteuerspielplatz bereits von früher kannte.

 

Was hast du nach deinem FSJ vor?

Ich möchte mein FSJ gerne um ein halbes Jahr verlängern. Danach bleibt mir noch ein halbes Jahr Zeit – sobald ich 18 werde möchte ich dann die Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin anfangen.

 

Was würdest du deinen Nachfolgern mit auf den Weg geben?

Sei vor allem du selbst! Das ist in der Arbeit mit den Kindern und auch im Team sehr wichtig und bringt dich weiter.

 

 

 

Auszeit vom Alltag - Unsere Einsatzstelle "Timeout Breitnau"

Aurelia Daniels, Annalena Schindler und Julian Abstreiter (v.l.) berichten von ihrem Freiwilligendienst im Timeout Breitnau.

Julian: "Bei meinem FSJ bei Timeout habe ich täglich schöne, interessante und auch herausfordernde Begegnungen. Ich wachse auf jeden Fall an den Aufgaben, die ich übernehme.“

Inmitten der Natur vor einer großartigen Schwarzwaldkulisse liegt das Timeout Breitnau. Das Gebäude, ein großes ehemaliges Bauernhaus, beherbergt heute eine Jugendhilfeeinrichtung, in welcher Kinder und Jugendliche – wie der Name schon sagt – eine Auszeit nehmen können und durch praktische Arbeit in der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Hauswirtschaft von ihren schulischen oder auch privaten Problemen Abstand gewinnen können. Selbstbestimmt in Tempo und Umfang nehmen die Jugendlichen dann nach und nach wieder an schulischen Angeboten teil, bis sie schließlich ihren Schulabschluss schaffen, eine Lehre oder Ausbildung starten oder eine weiterführende Schule besuchen. Auf dem Weg dorthin ist die Hofgemeinschaft ihr „sicherer Ort“, von dem aus eine neue Perspektive auf das eigene Leben sowie neue Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt werden können.

Als Unterstützung der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere 3 Freiwilligen Aurelia Daniels, Julian Abstreiter und Annalena Schindler Teil dieses Lern- und Lebensortes. Für die Kinder und Jugendlichen sind sie inzwischen zu wichtigen Bezugspersonen geworden. So begleiten sie diese bei den täglich anstehenden Arbeiten im Stall, beim gemeinsamen Kochen in der Küche, bei den Hausaufgaben oder dem Zimmeraufräumen. Im Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen ist hierfür der Aufbau einer guten Beziehung ebenso wichtig wie anspruchsvoll. Manchmal gilt es, die Kinder und Jugendlichen zu begeistern und zu motivieren, ein andermal müssen sie gebremst oder an Regeln erinnert werden und oft ist ein gutes Gleichgewicht von Einfühlungsvermögen auf der einen Seite und Abgrenzung oder Durchsetzung auf der anderen Seite notwendig. Professionell unterstützt werden die drei Freiwilligen dabei von den hauptberuflichen Pädagoginnen und Pädagogen in der Einrichtung. Bei der aktiven Teilnahme an Teamsitzungen bekommen sie so einen tiefen Einblick in die verschiedenen pädagogischen Aufgabenfelder.

Nach ihren ersten wichtigen Erfahrungen gefragt, sagt Aurelia: „Eine 40-Stunden-Arbeitswoche hat’s schon in sich. Da lernt man schnell, Privat- und Arbeitsleben auseinander zu halten. Gute und zuverlässige Kollegen, die auch einmal die Ruhe bewahren können, haben mich dabei auch super unterstützt.“ Wie Aurelia das FSJ in Timeout in wenigen Worten beschreiben würde? „Herausfordernd, abwechslungsreich, vielseitig, wichtig, persönlich, emotional, erfüllend, spannend und eine wunderbare Möglichkeit sich selber besser kennenzulernen und auszuprobieren. Bei Timeout habe ich Sachen gelernt, denen ich bisher in meinem Leben noch gar nicht persönlich begegnet war, wie zum Beispiel Sahne machen oder Kühe melken. Ich habe Kontakte zu Jugendlichen aufgebaut die es trotz allen Schwierigkeiten, denen sie ausgesetzt sind, in bewundernswerter Weise schaffen, so langsam wieder auf die eigenen Beine zu kommen. Und ich habe manchmal, wenn ich an meine Grenzen kam, vieles über mich selber gelernt und dementsprechend auch an mir selber gearbeitet und mich persönlich weiterentwickelt. Es ist spannend, anspruchsvoll und auf jeden Fall lohnenswert. Wir sind ein bisschen wie eine sehr große Familie!“

Annalena dagegen ist inzwischen schon am Ende ihres sechsmonatigen FSJ. Rückblickend sagt sie: „Ich konnte hier viel mehr als erwartet eigenständig arbeiten, zum Beispiel mit den Jugendlichen auf Ausflüge und andere Aktivitäten gehen. Es war sehr schön, täglich gute Rückmeldungen vom Team und den Jugendlichen zu hören oder zu spüren. Ich hatte das FSJ hier ja gemacht, um mich zu orientieren, ob ich Soziale Arbeit studieren möchte. Da hat mir die Zeit hier super geholfen und jetzt bin ich mir auch sicher, dass ich das machen möchte.“

 

 

Einsatzstellenbericht: Kapriole - Freie demokratische Schule in Freiburg

Marcel Gatzke (20) leistete sein FSJ in der Kapriole - Freie Demokratische Schule in Freiburg. In einem Interview erzählt er uns von seinen Erfahrungen an einer ganz anderen Schule. 

Wie sieht dein typischer Tagesablauf aus?

Eigentlich sind die Essenszeiten das einzig feste in meinem Tagesablauf – ansonsten sieht jeder Tag anders aus. Morgens starten wir meistens mit der Teamsitzung. Danach verbringe ich vor allem Zeit mit den Grundschulkindern. Das Schulkonzept der Kapriole unterscheidet sich dabei grundlegend von dem anderer Schulen: Es gibt hier keine Klassen oder Unterrichtsstunden, sondern die Kinder entscheiden, was sie tun. Wir machen verschiedene Lernangebote, die von den Kindern wahrgenommen werden können. Vormittags finden immer drei Lernblöcke statt. Hier biete ich zum Beispiel Englisch Lernen an. Manche Kinder kommen regelmäßig zum Angebot, andere wiederum unregelmäßig oder nur einmalig, was natürlich eine große Herausforderung für die Planung ist.

Mittags gibt es dann ein gemeinsames Essen und am Nachmittag werden die Kinder wieder abgeholt. Oft bin ich auch einfach im Haus unterwegs und begleite Kinder spontan bei verschiedenen Lern- oder Spielangeboten, zum Beispiel wenn jemand die Holzwerkstatt nutzen möchte.

Warum hast du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?

Nach dem Schulabschluss wollte ich ein Praktikum machen, um dieses für das Lehramtsstudium angerechnet zu bekommen. Über den Landesverband Badisches Rotes Kreuz wurde mir die Kapriole als FSJ-Stelle vorgeschlagen. Ich habe dort einen Tag lang hospitiert und dann dachte ich: Warum eigentlich nicht? Die Mitarbeitenden dort sind sehr herzlich und man fühlt sich sehr schnell aufgenommen.

Was war dein eindrücklichster Moment?

Ich denke, es sind vor allem die kleinen Lernerfolge der Kinder, die einem in Erinnerung bleiben. Einmal habe ich einer Schülerin das Alphabet beigebracht und nach einer Weile richtige Erfolge bemerkt. Es sind auch schöne Momente, wenn Schülerinnen und Schüler Vertrauen zeigen. Zum Beispiel als ich mal gefragt wurde, wann ich denn nach meinem FSJ-Jahr wieder zurück an die Schule komme. Natürlich werde ich auch herausfordernde Momente mit anspruchsvollen Schülerinnen und Schülern nicht vergessen.

Was waren die größten Herausforderungen für dich?

Insgesamt denke ich, dass die Arbeit mit Kindern ein beständiger Prozess des Lernens ist. Es fühlt sich alles sehr zusammenhängend an, sodass ich gar keine einzelnen Herausforderungen nennen könnte. Es hängt auch damit zusammen, dass man die Kinder immer besser kennenlernt und einschätzen kann. Dabei muss man aber auch mit anspruchsvollen Kindern rechnen, wodurch man auch seine eigenen Grenzen besser kennenlernt.

Was nimmst du aus deinem Freiwilligendienst mit?

In erster Linie habe ich hier – so einfach es auch klingt – den Umgang mit kleinen Kindern gelernt. Mir wird vor allem die Erkenntnis bleiben, dass Kinder unglaublich differenzierte Charaktere sind. Kein Kind gleicht dem anderen und in der Arbeit mit ihnen ist es ein stetiger Lernprozess. 

Was hast du nach deinem FSJ vor?

Ursprünglich wollte ich nach meinem FSJ Lehrer werden. Nun habe ich mich aus verschiedenen Gründen entschlossen, doch kein Lehramtsstudium anzugehen, sondern ein Studium im Bereich Medientechnik zu beginnen. Auf diesem Weg war das FSJ eine wertvolle Erfahrung für mich.

Was würdest du deinen Nachfolgern mit auf den Weg geben?

Lasst euch voll und ganz auf die Arbeit hier ein. Die Konzepte der Kapriole mögen, besonders wenn man zuvor auf einer Regelschule war, zunächst fremd erscheinen. Doch je mehr man sich einlässt, desto mehr kann man erfahren und auch selbst Verantwortung übernehmen und daran wachsen.

 

 

 

"Warum machst du ein FSJ?" – Wir haben unsere Freiwilligen gefragt!

 

 

 

 

Liga der freien Wohlfahrtspflege für mehr finanzielle Förderung des FSJ

Das Land Baden-Württemberg fördert seit vielen Jahren das Freiwillige Soziale Jahr. Die Mittel für das FSJ aus dem Haushalt des Ministeriums für Soziales und Integration (MSI) betragen derzeit 3,0 Mio. € pro Jahr. In einem Schreiben an den Landtag Baden-Württemberg sprechen sich die Mitglieder der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg für eine Erhöhung der Förderung aus. Sie verstehen das FSJ als eine Investition in die Zukunft: „Das FSJ fördert nachweislich das Engagement für die Gesellschaft auch über die Dauer des Dienstes hinaus, es dient der politischen Bildung und stärkt damit unsere demokratische Gesellschaft. Das FSJ ist ein Lerndienst in einem umfassenden Sinn.“ Mehr Landesmittel können, so der Liga-Ausschuss, zu einem größeren Bekanntheitsgrad der Jugendfreiwilligendienste beitragen und auch benachteiligten Jugendlichen einen Platz inmitten der Gesellschaft sichern.

Weiter zur vollständigen Mitteilung

 

 

 

Einsatzstellenbericht: Mission „Demokratie“ von einem anderen Stern

Der deutsche Kosmonaut Alexander Gerst hat bei seiner Rückkehr von der Raumstation ISS ein paar Außerirdische mit auf die Erde gebracht. Diese kennen auf ihrem Stern keine Demokratie, sind jedoch von der Idee der Erdenbürger so fasziniert, dass sie eine Mission zur Erhöhung der Wahlbeteiligung in Deutschland starten: Sobald die Wahlbeteiligung 16-jähriger Erstwähler bei Kommunalwahlen unter 50% sinkt, schaffen die Außerirdischen in dieser Kommune die Ferien ab. …

Dieses skurrile Szenario dient als Einstieg in einen Workshop für Grundschulkinder, an dem unsere FSJlerin Johanna Wehrle mitwirkt. Gemeinsam mit einem weiteren Referenten der Landeszentrale für politische Bildung verwickelt Johanna die Kinder im Rahmen eines Planspiels über Demokratie einen Vormittag lang in spannende Diskussionen über die Privilegien einer demokratischen Verfassung. Johannas Einsatzstelle, die LpB Außenstelle Freiburg, verfolgt das Ziel, mit Bildungs- und Informationsangeboten die Auseinandersetzung mit politischen Themen anzuregen, das Demokratieverständnis zu stärken und gesellschaftliches Engagement zu fördern. Johanna, die sich selbst immer schon sehr für Politik interessiert hat, kann ihre eigene Meinung hier sowohl in kontroversen Kaffeepausen Diskussionen mit den Mitarbeitenden als auch in den Workshops einbringen.  „Die Kolleginnen und Kollegen hier sind sehr diskussionsfreudig und es ist gerne gesehen, wenn man etwas zu einer Kontroverse beiträgt.“ Auch bei der inhaltlichen Erstellung des Programms kann Johanna mitwirken und achtet hier selbstverständlich auf die überparteiliche Position der LpB.

Eigentlich wollte Johanna direkt nach der Schule mit einem Politikstudium beginnen. Doch dann kam sie kurzerhand auf die Idee, vorher noch ein Freiwilliges Soziales Jahr zu machen und ließ sich im Rahmen der FSJ-Stellenvermittlung im Landesverband Badisches Rotes Kreuz beraten. So kam sie zu ihrer jetzige Einsatzstelle, wo neben dem Teamen von Workshops auch Verwaltungstätigkeiten zu ihren Aufgaben gehören: „Klar muss ich manchmal auch die Car-Sharing Autos buchen oder die Broschüren inventarisieren. Das wurde mir auch am Anfang so gesagt und ich mache es gerne. Insgesamt bin ich positiv überrascht, dass ich mehr als anfangs erwartet an der inhaltlichen Arbeit beteiligt bin.“ Zusätzlich ist Johanna für die Aktualisierung der Homepage und den Social Media Auftritt sowie für die Betreuung des Shops zuständig, in dem Schriften und Broschüren an Interessierte verkauft werden. „Auch, wenn es in manchen Fällen schwierig ist, freue ich mich immer, wenn sich mit den Kunden im Shop interessante Gespräche entwickeln und ich ihnen weiterhelfen kann.“    

Johanna schätzt an der Arbeit sehr, dass sie viel Verantwortung übertragen bekommt. So kann sie sich beispielsweise selbst einteilen, wann sie welche Aufgaben erledigt: „Es fühlt sich an wie ‚richtig arbeiten‘ und ich glaube, dass mir das einmal beim Einstieg ins Arbeitsleben helfen kann“. Durch den Kontakt mit Kunden, die im Shop vorbeikommen oder mit anderen Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrerinnen und Lehrern ist Johanna überzeugt, weitere wertvolle Erfahrung im Arbeitsumgang zu sammeln. An den eigenen Kolleginnen und Kollegen in der Landeszentrale für politische Bildung schätzt sie die gute Teamatmosphäre und den offenen Umgang. Auf die Frage, ob sie ein FSJ in ihrer Einsatzstelle weiterempfehlen würde, sagt Johanna: „Auf jeden Fall! Hier gibt es so viele verschiedene interessante Tätigkeiten. Es ist alles andere als monoton, ich bekomme Verantwortung übertragen und es macht einfach Spaß!“.

Und so kann Johanna mit Fug und Recht von sich behaupten, mit ihrem freiwilligen Engagement einen Beitrag auf dem eigenen Stern zu leisten.   

 

 

 

Freiwillige sprechen vor Schulklassen über ihre Erfahrungen

Richtig gute Sache: Botschafter sein für unsere Freiwilligendienste. Vom 28.-29. Januar 2019 fand in der Jugendherberge Breisach erneut ein vom Landesverband Badisches Rotes Kreuz organisiertes Botschafterseminar statt. 22 unserer Freiwilligen übten sich darin, Schülerinnen und Schülern authentisch und unterhaltsam von ihrem Freiwilligendienst zu berichten. Denn nach dem Botschafterseminar wollen die Freiwilligen vor Schulklassen - oftmals an ihrer ehemaligen Schule - auf spannende und ehrliche Art erzählen, welche Erfahrungen und auch Herausforderungen ein Freiwilliges Soziales Jahr mit sich bringt.

In dem zweitägigen Seminar lernten die Teilnehmenden ihren eigenen Präsentationsstil besser kennen und reflektieren. Es wurden Videos von Vorträgen analysiert und Tipps zur Vortragsrhetorik ausgetauscht. Dazu kamen eine Menge Spaß und das Kennenlernen anderer Freiwilliger aus unterschiedlichen Einsatzbereichen.

 

 

 

Forum Anleitung im Landesverband Freiburg

Die erste von fünf Informationsveranstaltungen für Anleiterinnen und Anleiter in den Freiwilligendienste fand am 13. November in der Landesgeschäftsstelle des Badischen Roten Kreuzes statt. Das Team der Freiwilligendienste präsentierte an acht Stationen im Format eines World-Cafés zentrale Themen der Freiwilligendienste.

Gezeigt wurde ein kurzes Theaterstück, in dem Bildungsreferentinnen in die Rolle einer Anleitung und eines Freiwilligen im Anleitungsgespräch schlüpften. Die Gäste erkundeten verschiedene Stationen zu Themen wie Anleitungsgespräche, Seminararbeit, Teilnehmergewinnung, Umgang mit psychischen Erkrankungen oder Persönlichkeitsentwicklung. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich sie sich mit anderen Anleitungen oder Bildungsreferenten austauschen. Das neue Format erhielt viel positive Resonanz und war sowohl für die Anleitungen als auch für das Team der Freiwilligendienste ein großer Gewinn.

 

 

 

Qualitätszertifikat für den Internationalen Freiwilligendienst erneuert

Seit 2009 hat das Badische Rote Kreuz über 250 Freiwillige ins Ausland entsandt und wurde nun erneut mit dem QUIFD-Siegel für Qualität in Freiwilligendiensten ausgezeichnet.

QUIFD ist eine bundesweit agierende Agentur und unterstützt Entsendeorganisationen dabei, die Planung und Organisation von Freiwilligendiensten kontinuierlich zu verbessern (www.quifd.de). Das Siegel bescheinigt dem Badischen Roten Kreuz höchste Qualität bei der Durchführung und Gestaltung der Auslandsdienste.

Zeitgleich hat die neue Bewerbungsrunde für einen internationalen Freiwilligendienst begonnen. Jährlich entsendet der Landesverband ca. 30 Freiwillige für einen einjährigen Auslandsdienst nach Chile, Mexiko und Peru über das „weltwärts“-Programm, gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Junge Menschen, die sich in diesen Ländern in sozialen Einrichtungen engagieren wollen, können sich von nun an für einen weltwärts-Dienst (Ausreise Ende August 2019) bewerben.

Das Programm richtet sich an alle zwischen 18 und 28 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und über einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung verfügen. Die Teilnehmenden werden intensiv auf ihren Einsatz im Ausland vorbereitet, pädagogisch begleitet und finanziell unterstützt. Solide Spanischkenntnisse sind für die Ausreise empfehlenswert.

 

 

 

Dank an Freiwillige im Sozialen Jahr durch Sozialminister Lucha

 

Am 10.09.2018 wurden 20 Freiwillige im Sozialen Jahr – stellvertretend für die 13.000 Freiwilligen des FSJ Jahrgangs 2017/2018 in Baden-Württemberg – in einer Feierstunde im Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart verabschiedet. Zum ersten Mal erhielten die Freiwilligen in Baden-Württemberg ein Zertifikat des Landes. Minister Manne Lucha überreichte die Urkunden mit Dank und Anerkennung für den geleisteten Dienst. Er würdigte in seinen Worten das vielfältige Engagement der jungen Menschen und lobte den wichtigen Einsatz für die Demokratie und Zivilgesellschaft. Auch bei den Trägern der Freiwilligendienste bedankte er sich für das Angebot und die gute Organisation der Jugendfreiwilligendienste.

 

 

 

Ein Gewinn für beide Seiten

Badisches Rotes Kreuz vermittelt 1300 jungen Menschen Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst – Neue Freiwillige starten jetzt

IIn diesen Tagen starten knapp 1300 junge Menschen unter der Trägerschaft des Badischen Roten Kreuzes in ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD). Zwischen Karlsruhe und Konstanz können sich die Jugendlichen in vielzähligen Einsatzstellen sozial engagieren, orientieren, auf das Berufsleben vorbereiten und gleichzeitig die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln. Sie sorgen in ihren Einsatzstellen für neuen Schwung und schenken anderen, die Unterstützung brauchen, Freude, Wärme und Menschlichkeit. Ein FSJ oder ein BFD sind immer ein Gewinn für beide Seiten.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig und reichen von der Betreuung von Menschen mit Behinderungen, über Fahrdienste, die Kinder-und Jugendhilfe, Kindergärten, Krankenhäuser, den Rettungsdienst, Schulen, bis hin zur Seniorenarbeit. Pädagogen bereiten die Freiwilligen auf ihren Einsatz vor und begleiten sie durch ihre gesamte Zeit sowohl im FSJ wie auch im BFD. Bewerbungen sind immer noch möglich!

Das Badische Rote Kreuz vermittelt seit inzwischen 22 Jahren Freiwilligendienste und ist der größte Anbieter des Freiwilligen Sozialen Jahres in Baden. Der Landesverband betreibt fünf Regionalbüros: das Regionalbüro Freiburg – Breisgau-Hochschwarzwald in der DRK-Landesgeschäftsstelle in Freiburg, das Regionalbüro Baden-Baden – Bühl – Achern in Baden-Baden, das Regionalbüro Bodensee – Konstanz – Villingen-Schwenningen in Konstanz, das Regionalbüro Lörrach – Hochrhein in Lörrach und seit Sommer diesen Jahres das Regionalbüro Offenburg.

 

 

 

FSJ im Kinder- und Jugendbüro – „Eine gute Wahl für meine Zukunft“

Unsere FSJlerin Denise Meyer berichtet aus ihrer Arbeit im Kinder- und Jugendbüro Baden-Baden, das sie in ihrem Weg der Berufsausbildung im sozialen Bereich bestärkt hat:

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist nicht nur ein Jahr, in dem man sich sozial engagiert. Für mich war es viel mehr, es war genau das, was ich für die Entscheidung über meine weitere berufliche Zukunft gebraucht habe.

Seit dem 1. September 2017 bin ich FSJlerin im Kinder- und Jugendbüro Baden-Baden. Das Team besteht aus der Leitung, Sozialpädagogen, dualen Studierenden, Bürokräften und drei FSJ-Leistenden. Hier ist jeder herzlich willkommen und kann sich sofort von Anfang an einbringen. Man bekommt jederzeit viel Hilfe und Unterstützung von den Kollegen.

Die FSJler und FSJlerinnen sind hauptsächlich für die Jugendtreffs in Baden-Baden zuständig: die JuBe in Baden-Baden, die Lila Villa im Rebland, den Jugendtreff in Haueneberstein und den Jugendtreff in Sandweier. Bei den Jugendtreffs in Sandweier und Haueneberstein kümmere ich mich um die Einkäufe und beteilige mich an der Eventplanung. Dabei arbeite ich eng mit den Jugendlichen zusammen und erlebe jeden Tag etwas Neues. Die Arbeit macht einfach sehr viel Spaß und jeder Tag ist abwechslungsreich und spannend.  Außerdem kann man hier sehr viel kreativ arbeiten – wenn es zum Beispiel um Flyer- oder Plakatgestaltung geht. Phantasie ist auch  bei der Eventplanung gefragt. Jeden Donnerstag findet im Jugendtreff Sandweier die Mädchenzeit statt. Diese bereite ich immer zusammen mit dem Treffleiter aus Sandweier vor. Hier koche, male, bastle und spiele ich immer mit  Mädchen im Alter zwischen 7 und 12. Der Treffleiter unterstützt mich. Kreativität kennt hier keine Grenzen. Ich empfehle jedem, der Spaß am Umgang mit Kindern und Jugendlichen und an der Arbeit im Team hat, ein FSJ im Kinder- und Jugendbüro zu machen.

Das FSJ hat mir sehr viel weiter geholfen. Dadurch wurde mir auch klar, in welche Richtung ich später in meinem Beruf gehen möchte. Ab dem 1. Oktober 2018 werde ich hier im Kinder-und Jugendbüro Baden-Baden mein Duales Studium antreten und freue mich schon auf die weiteren kommenden Jahre.

 

 

 

Einsatzstellenportrait: LBZ St. Anton in Riegel

Wir haben unsere FSJ-Leistenden Dominik Fischer und Nicole Schick im Lösungsorientierten Bildungs-, Beratungs- und Betreuungszentrum St. Anton in Riegel besucht. In einem kurzen Interview erzählen sie von ihrer Einsatzstelle und ihrem FSJ in der Tagesgruppe im LBZ St. Anton, wo sie Kinder im Alter von 9 bis 15 Jahren betreuen.

 

Wie sieht der typische Tagesablauf eines FSJlers in der Tagesgruppe aus?

Nicole: Normalerweise kommen die Kinder unserer Gruppe nach der Schule zu uns. Wir richten das Mittagessen, essen gemeinsam, betreuen bei den Hausaufgaben, verbringen den Nachmittag mit den Kindern und fahren sie nach einem kleinen Abendessen wieder nach Hause. Eigentlich sieht jeder Tag auch ein bisschen anders aus. Montags ist zum Beispiel immer Café am Vormittag, dienstags ist Teamsitzung, mittwochs Essensfahrt und freitags ist Putztag.

Dominik: Wir gehen eigentlich jeden Tag raus, wobei man sich oft mit den anderen Gruppen trifft. Manchmal machen wir auch Ausflüge, zum Beispiel ins Grüne oder ins Schwimmbad. Auch im Winter gehen die Kinder gerne an die frische Luft.

Warum habt ihr euch für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?

Nicole: Nach meinem Abi wusste ich einfach nicht, was ich danach machen möchte. Man musste ja immer auf die Prüfungen lernen und konnte gar nicht herausfinden, was einem am meisten gefällt. Schließlich habe ich mich für ein FSJ entschieden, um zu sehen, ob der soziale Bereich zu mir passt. Es ist eine tolle Orientierungshilfe und eine wertvolle Zeit für sich selbst. 

Dominik: Bei mir war es ähnlich. Da ich mir vorstellen konnte, im sozialen Bereich zu arbeiten, konnte ich durch das FSJ erfahren, ob das die richtige Richtung für mich ist. Erst wollte ich im Kindergarten arbeiten, aber hier hat man viel mehr Möglichkeiten: Man kann auch mal mit den Kindern Fußball spielen oder Schwimmen gehen.

Was war euer eindrücklichster Moment?

Nicole: Es gibt viele tolle Momente, sodass ich gar nicht einen nennen kann, der besonders hervorsticht. Es ist toll, wenn man merkt, dass man die Kinder unterstützt. Ein Kind habe ich zum Beispiel beim allerersten Mal Schlittschuhlaufen begleitet. Wenn die Kinder Zeit mit einem verbringen wollen, ist das eine tolle Rückmeldung. Besonders schön finde ich auch, dass die Arbeit mit den Kindern sich manchmal wie Freizeit anfühlt, zum Beispiel wenn man einen Ausflug macht.

Dominik: Das tolle ist, dass die Kinder einem vertrauen. Man bekommt etwas zurück für das, was man gibt. Auch im Team der Mitarbeiter fühlt es sich an, als wären wir eine große Familie. Außerdem passiert auch jeden Tag etwas Witziges oder Unerwartetes – zum Beispiel wenn die Kinder in ihrer eigenen Sprache reden oder lustige Sprüche bringen.

Was waren die größten Herausforderungen für euch?

Dominik: Die Kinder testen sehr viel und man muss sich behaupten. Da hilft am meisten, einfach die Ruhe zu bewahren.

Nicole: Ja, am Anfang traut man sich vielleicht manches noch nicht. Aber auch wenn man sich manchmal durchsetzen muss, sind die Kinder nicht nachtragend.

Was nehmt ihr aus eurem Freiwilligendienst mit?

Dominik: Es lohnt sich, mit anderen gemeinsam voranzukommen und kein Einzelkämpfer zu sein. Das lernt man nicht nur in der Einsatzstelle, sondern auch auf den FSJ-Seminaren.

Nicole: Auch wenn man sich manchmal nicht so viel zutraut, ist es wichtig darüberzustehen und das Positive zu sehen. Fehler passieren – sie sind dafür da, daraus zu lernen.

Was habt ihr nach eurem FSJ vor?

Nicole: Ich will in der sozialen Richtung bleiben und in diesem Bereich studieren. Als Studienrichtung kann ich mir soziale Arbeit, Erziehungswissenschaften oder Pädagogik vorstellen.

Dominik: Ich möchte gerne eine Ausbildung zum Erzieher machen. Davor nehme ich mir aber noch etwas Zeit zur Selbstfindung.

Wie fühlt sich der Abschied vom FSJ nächste Woche an?

Dominik: Es war eine Zeit mit vielen Eindrücken. Am Anfang dachte ich, schaffe ich das? Und jetzt habe ich das noch gar nicht realisiert, dass es bald vorbei ist. Der Abschied fällt auf jeden Fall schwer.

Nicole: Ja, am Anfang denkt man, kriege ich das hin? Und dann verbringt man jeden Tag mit den Kindern und da gibt es viele Erfolgserlebnisse und schöne Momente. Das wird mir fehlen.

Was würdet ihr euren Nachfolgern mit auf den Weg geben?

Dominik: Wichtig ist, dass man nicht alles so ernst nimmt, was die Kinder sagen. Vielleicht klingt es in einem Moment sehr wütend, aber man sollte darauf vertrauen, dass sie einen weiterhin mögen.

Nicole: Es ist immer gut, sich auf das Positive zu konzentrieren. Auch wenn die Kinder sich manchmal ärgern oder gar verletzende Dinge sagen, sind sie doch nie nachtragend und man kann viele schöne Momente mit ihnen erleben.

 

 

 

 

Team der internationalen Freiwilligendienste gewinnt Ehrenpreis

Der Landeswettbewerb des DRK-Landesverbandes Badisches Rotes Kreuz e. V. fand in diesem Jahr am 7. Juli 2018 in Hornberg statt. In einem Parcours aus 20 Stationen aus den Bereichen Erste Hilfe, Sanitäts- sowie Betreuungsdienst wurden den Teilnehmenden praktische und theoretische Aufgaben gestellt. Dabei bewiesen die ehrenamtlichen Akteure in nachgestellten Notfallszenen ihr Können und zeigten ihr Rotkreuzwissen. Dafür, dass die zu bewältigenden Notsituationen wirklich realistisch wirkten, sorgten 35 Notfalldarstellende.

Mit dabei war das internationale Team „Chimexis“, bestehend aus jungen Menschen aus Chile und Mexiko, die derzeit in Freiburg ihren Freiwilligendienst ableisten. Für ihren herausragenden Einsatz im Betreuungsdienst erhielten die Teilnehmenden des fünfköpfigen Teams einen Ehrenpreis, der als Wanderpokal verliehen wurde.

 

 

 

„Kann es nur weiterempfehlen“ – FSJ im Kindergarten

Seinem Berufswunsch Erzieher kommt der Oberkircher Nico Schneider derzeit im Kindergarten »Schwester Giovanna« näher. Dort leistet der 20-Jährige noch bis Mitte August ein Freiwilliges Soziales Jahr ab.

In den unterschiedlichsten Bereichen der Stadt Oberkirch leisten junge Männer und Frauen ihr Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ, ab. Nico Schneider (20) aus Oberkirch, erklärt, weshalb er sich für ein FSJ im Kindergarten »Schwester Giovanna« entschieden hat und welche Erfahrungen er hier bereits machte. »Mir war schon recht früh klar, dass ich einmal eine Ausbildung zum Erzieher machen wollte. Schon als Schüler habe ich in einigen Oberkircher Kindergärten ein Praktikum gemacht. Das FSJ habe ich begonnen, um die Zeit bis zum Beginn meiner Ausbildung zu überbrücken«, meint Schneider. Im städtischen Kindergarten »Schwester Giovanna« sei er in allen Gruppen im Einsatz, so dass er alle Kinder kenne. »Ich spiele viel mit den Kindern, bastele auch viel mit ihnen «, schildert er seine Tätigkeit. Gerade den Kleineren in der Baum- und Bärengruppe lese er auch vor. Jeden Mittwoch ist der Naturtag. Bei entsprechendem Wetter geht es zum Beispiel mit den Kindern zum Waldstück des Kindergartens bei der Schauenburg oder in den Stadtgarten. »Weiter kümmere ich mich um Küche und Bistro. Nach dem Morgenkreis frühstücken die Kinder im Bistro des Kindergartens«, erzählt Schneider. Danach räume er das Bistro auf. Das Mittagessen werde von einer örtlichen Metzgerei gebracht. »Ich bereite dann den Mittagstisch vor, decke den Tisch und kümmere mich darum, dass das Essen warm bleibt.« Bei den Teamsitzungen der Erzieherinnen sei er auch dabei. Sein Fazit zum FSJ: »Ich kann es nur weiter empfehlen. Kein Tag ist wie der andere. Man lernt sehr viel, gerade auch über Arbeit im Team. Es macht wirklich viel Spaß.« Bis Mitte August werde er noch im Kindergarten »Schwester Giovanna« sein, wie geplant, habe er sich um einen Ausbildungsplatz als Erzieher beworben.

Quelle: Ulrich Reich/Stadt Oberkirch (veröffentlicht am 30.06.18 im Offenburger Tageblatt)
Foto: Stadt Oberkirch

 

 

 

Einsatzstellenportrait: Naturkita Mundenhof

Eine unserer FSJ-Einsatzstellen ist die Naturkita Mundenhof in Freiburg.

Wir haben unseren Freiwilligendienstleistenden Kilian dort besucht und ihm ein paar Fragen zu der Einsatzstelle und dem Freiwilligendienst gestellt.

Was möchtest Du in Deinem Freiwilligen Sozialen Jahr noch lernen?

Ich möchte einen besseren Umgang mit den Kindern allgemein erlernen, insbesondere bei Streitsituationen.

Würdest Du Dein Freiwilliges Soziales Jahr weiterempfehlen?

Ja auf jeden Fall. Es ist eine sehr coole Atmosphäre, ein tolles Team, super Kinder und man ist viel draußen. Außerdem kann man seine Mittagspause zwischen Ziegen und Lamas verbringen. 

Warum hast Du Dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden?

Nach meinem Schulabbruch wusste ich nicht, was ich machen soll. Ich wollte mich orientieren.

Warum hast Du Dich für diese Einsatzstelle entschieden?

Ich bin über Bekannte auf diese Einsatzstelle aufmerksam geworden.

Was nimmst Du aus deinem Freiwilligendienst mit?

Kompetenzen im Umgang mit Kindern, beim Streitschlichten und Spielen. Ich habe durch die Kinderbetreuung gelernt Verantwortung zu übernehmen und im stressigen Kita-Alltag vorausschauend zu handeln und den Überblick zu behalten.

Was würdest Du Deinem Nachfolger mit auf den Weg geben?

Wenn Du mit dem Fahrrad kommst, zieh immer eine Regenhose an. Wenn Du nicht dem Fahrrad kommst, fang damit an.

 

 

 

Ein Jahr Regionalbüro Offenburg!

 

Das vor einem Jahr neu gegründete Regionalbüro in Offenburg ist die Antwort auf den wachsenden Bedarf in der Region. Derzeit betreut das Regionalbüro 83 Freiwillige mitsamt ihren Einsatzstellen. das neue Regionalbüro zeigt damit die Relevanz der Freiwilligendienste und den Erfolg des Badischen Roten Kreuzes als Träger des FSJ und des BFD. Denn Freiwilligendienste gewinnen nicht nur für Heranwachsende, sondern für die gesamte Bevölkerung immer mehr an Bedeutung und sind damit ein Gewinn für alle Beteiligten. 


Im Regionalbüro trafen sich am 27.04.2018 Vertreterinnen und Vertreter des Badischen Roten Kreuzes, aus Einsatzstellen sowie Freiwillige zum Austausch. Trotz einjährigem Geburtstag stand bei dem Treffen weniger die Rückschau, sondern vor allem die Entwicklung und Qualitätssicherung der Freiwilligendienste im Fokus. Vorgestellt wurde die Auswertung von vier Befragungen, an denen 1800 Freiwillige des Badischen Roten Kreuzes, 3700 Rot-Kreuz-Freiwillige aus dem gesamten Bundesgebiet sowie 200 badische Einsatzstellen teilgenommen hatten. 

Die wichtigsten Ergebnisse stellte Thomas Schaaf, Leiter der Freiwilligendienste beim Badischen Roten Kreuz, vor. Hier ein kleiner Auszug:

  • Die stärksten Motive für einen Freiwilligendienst sind berufliche Orientierung und eine sinnvolle Überbrückung von zwischen Lebensphasen.
  • Nahezu alle Freiwilligen bestätigen, dass sie wichtige Erfahrungen im Freiwilligendienst gewonnen haben.
  • Die Zufriedenheit der Freiwilligen mit unseren Einsatzstellen ist sehr hoch.
  • Die Anforderungen an die Freiwilligen werden von 82 % als „genau richtig“ bezeichnen.
  • 97 % der Freiwilligen und 95 % der Einsatzstellen würden das Badische Rote Kreuz als Träger von Freiwilligendiensten weiterempfehlen.

Die Befragung zeigt, dass es dem Badischen Roten Kreuz gelingt, die Freiwilligen wie auch die Einsatzstellen sehr gut zu betreuen und zu begleiten. 

 

 

 

#MehrWertFSJ

Am Mittwoch den 11.04.2018 lud der Baden-Württembergische Landtag 100 FSJler ein, die derzeitigen Abgeordneten unter dem Motto #MehrWertFSJ vom Freiwilligendienst und seinem Mehrwert für Gesellschaft und Teilnehmer zu informieren.

Bunt gemischt, kann man wohl das Bild vor dem Landtag in Stuttgart beschreiben, als sich ca. 100 FSJler versammelten. Verschiedenste Träger, Einsatzstellen und auch Nationalitäten sowie Altersgruppen waren vertreten. So waren auch wir – vom Badischen Roten Kreuz – zu viert vor Ort.

Nach dem obligatorischen Sicherheitscheck bekamen alle Anwesenden zwei Gymbags (Turnbeutel), mit dem aufgedruckten Tagesmotto #MehrWertFSJ. Der zweite war für einen Abgeordneten als potentiellen Gesprächspartner gedacht. Nach einer kurzen Ansprache durch die Sprecherin des Landesarbeitskreises Gisela Gölz wurden fleißig Selfies im Landtagsgebäude gemacht, bis sich die Türen des Plenarsaals öffneten. Aufgrund von Folgeterminen standen nur vereinzelte Abgeordnete zu kleinen Gesprächen zur Verfügung. Dennoch zeigten sich diese Abgeordneten sehr interessiert am FSJ. Grünen-Politiker Dr. Bernd Murschel erzählte uns mit Freude von seinem eigenen Zivildienst und sprach sich zudem positiv für eine Tarifminderung in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln für die FSJler aus #FreieFahrtFuerFreiwillige. Weiter ging es mit einer Rede von Landtagsvizepräsident Klenk, in der er das Engagement der FSJler lobte, und die große Relevanz von Freiwilligendiensten für die Gesellschaft hervorhob.

Passend zum Thema der Veranstaltung folgten Statements einiger Freiwilliger über ihren ganz persönlichen Mehrwert in ihrem Freiwilligendienst. Hierbei konnte man gut erkennen, dass hinter einem FSJ ganz unterschiedliche Motivationen stehen. Die Mehrwerte erstreckten sich vom Fund des Traumberufes, bis hin zum Test persönlicher Grenzen. Abschließend trafen sich die ca. 100 Freiwilligen mitsamt ihrer Gymbags in der Stuttgarter Innenstadt, um auf Freiwilligendienste aufmerksam zu machen. Gesamt betrachtet war es ein sehr spannender Tag, an dem wir den Abgeordneten den Freiwilligendienst ein Stück näher bringen konnten.

Maximiliane Peringer
Freiwilligendienstleistende im Landesverband Badisches Rotes Kreuz

 

 

 

Wie ticken Jugendliche?

Welche Themen brennen Jugendlichen unter den Nägeln und sollten Eingang in die Seminare finden? Welche Wege der Öffentlichkeitsarbeit gibt es, Jugendliche abzuholen, die zu 99 % online unterwegs sind? Was braucht es, damit sich Freiwillige bei Ihrem Dienst in den Einsatzstellen gut begleitet fühlen?

Im November und Dezember 2017 haben sich Freiwillige aus den Regionen Freiburg, Konstanz, Baden-Baden, Lörrach und Offenburg in einer Zukunftswerkstatt damit auseinandergesetzt, wie Jugendliche und junge Erwachsene von heute so ticken. Aufbauend auf der Shell Jugendstudie 2015 ging es dabei um die politischen und sozialen Bedingungen unter denen Jugendliche aufwachsen und wie sie sich dabei eine Persönlichkeit erarbeiten.

Was das mit dem FSJ/BFD zu tun hat? Eine Menge! Denn in den Workshops blieb es nicht nur dabei, wie sich Jugendliche, die einen Freiwilligendienst leisten, innerhalb der Vielfalt jugendlicher Lebenswelten verorten. Es wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch wertvolle Ideen entwickelt, wie sich die Freiwilligendienste des Badischen Roten Kreuzes zeitgemäß weiterentwickeln können.

Wir freuen uns über die Vielzahl guter Impulse und sind nach der nun abgeschlossenen Auswertung dankbar, diese für die Weiterentwicklung unserer Freiwilligendienste nutzen können!

 

 

 

Erste-Hilfe-Training für weltwärts-Freiwillige aus Chile und Mexiko

Ein Auffrischungskurs in Erste Hilfe ist für jeden sinnvoll – ganz besonders aber für Freiwillige, die in sozialen Einrichtungen arbeiten. Wer täglich mit vielen Menschen zusammentrifft, vor allem mit Kindern und Senioren, der sollte Bescheid wissen über Reanimation, stabile Seitenlage oder die Versorgung von Verletzungen.

Das dachte sich auch ein Teil unserer 30 weltwärts-Freiwilligen aus Chile und Mexiko und wünschte sich einen Erste Hilfe Auffrischungskurs im DRK-Landesverband bei Klaus Sonntag und Larissa Eck. Einen Vormittag lang übten 16 junge Frauen und Männer alle Handgriffe, die notwendig sind, um erfolgreich Erste Hilfe leisten zu können. Obwohl volle Konzentration verlangt war, hatten alle Teilnehmenden auch richtig viel Spaß.

Für die Mittagspause ging es in den Freiburger Seepark. Anschließend erhielt die Gruppe eine Führung durch die Rettungswache des DRK-Kreisverbands Freiburg. Dabei gewannen unsere Freiwilligen nicht nur Einblicke in die Arbeit der DRK-Rettungskräfte, sondern übten sich auch im Krankentransport.

Mehr über das weltwärts-Programm erfahren Sie auf unserer deutschsprachigen Informationsseite.